Vereinzelt war es bei der S 2 schon zu merken, dass erste Rodungsarbeiten begannen und die S-Bahn nach Lichtenrade/Blankenfelde öfters an Wochenenden nur Schienenersatzverkehr anbot. Dies war und ist sicher nur ein kleiner Vorgeschmack auf die anstehenden Arbeiten der nächsten Jahre. Aber nicht zu übersehende Vorboten der Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Dresdner Bahn sind es schon. Nun hat ein Anwohner einen Verdacht, dass am Bahngelände sogenannte Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg liegen könnten.
Eine aktuelle Meldung zuerst:
Der Bahnübergang Wolziger Zeile ist ab 6. November 2017 auf unbestimmte Zeit gesperrt.
wolziger zeile lichtenrade sperrung Nov2017
Der S-Bahn Verkehr wird jedoch nicht unterbrochen. Unbestätigten Quellen zur Folge werden die Schranken erneuert. Die Baumaßnahme hat keinen direkten Zusammenhang mit den Bauvorbereitungen der Dresdner-Bahn sondern eher mit der Erneuerung der Signalanlagen in den letzten Monaten. (Quelle BI Dresdner Bahn).


Zur Vorgeschichte mit der Dresdner Bahn und die Klageabweisung

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 29. Juni 2017 die Klagen im Zusammenhang mit dem Bauabschnitt Lichtenrade zurückgewiesen. Eine Urteilsbegründung war auch Anfang November 2017 noch nicht veröffentlicht. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat in erster und letzter Instanz entschieden, dass der Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamtes vom 13. November 2015 für den Abschnitt 2 des Vorhabens „Ausbau Knoten Berlin, Berlin Südkreuz - Blankenfelde“ Bestand hat. Mit dieser festgestellten Bestandskraft kann die Bahn auch ohne Veröffentlichung der Urteilsbegründung anfangen zu bauen. Dies gilt auch, wenn weitere rechtliche Wege zum Beispiel über das Bundesverfassungsgericht beschritten werden. Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht lässt die Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner Bahn vorbereiten. Soweit zur Vorgeschichte.

Sorge eines Anwohner

Ende September 2017 erhielt die Redaktion der Lichtenrader Internetzeitung einen Hinweis von einem besorgten Bürger aus der Hilbertstraße. Er fand ein Flugblatt der Deutschen Bahn im Briefkasten, indem auf anstehende Baumfällarbeiten auch an den Wochenenden hingewiesen wurde.

Der Anwohner beklagt einerseits mangelndes rechtliches Gehör gegen diese Arbeiten und das er eine Eilbedürftigkeit für den Start bei einem so langen Verfahren nicht sehen kann. Im Zusammenhang mit den Ausnahmegenehmigungen beim Lärmschutz wurde der Anwohner für Anhörungen in eine sogenannte Beteiligtenliste aufgenommen.
bahn vorarbeiten 2017 1
Die wesentlichste Sorge ist jedoch, dass an der Bahnlinie zumindest ein „Kampfmittelverdachtspunkt“ ist und Ende des 2. Weltkrieges des Öfteren ein sogenannter Flagzug stand. Dieser soll auch mehrfach von den Alliierten im März 1945 bombardiert worden sein. Ende der 1950er Jahre sollen auch größere Sprengkörper an der Bahntrasse gefunden worden sein. Der Anwohner verweist besonders auf ein Luftbild der Royal Air Force vom 23. März 1945, auf dem Bombentrichter erkennbar sein sollen. Mit dieser Sorge wand sich der Einwohner an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Nach offiziellen Angaben keine Erkenntnisse

Konkret fragten die Redaktion dann bei Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nach. Der Pressesprecher Matthias Tang erklärt zu unseren Fragen: „Es gibt keine konkreten Erkenntnisse über das Vorkommen von Kampfmitteln auf der Bahntrasse. Der landeseigene Kampfmittelbergungsdienst hat auf der Bahntrasse keine Untersuchungen durchgeführt oder Vorkehrungen getroffen, da es keine konkreten Erkenntnisse über das Vorkommen von Kampfmitteln gab. Inwieweit die Deutsche Bahn Untersuchungen / Vorkehrungen veranlasst hat, entzieht sich unserer Kenntnis.“

Von der Deutschen Bahn erhalten wir vom Regionalbereich Ost-Großprojekte folgende Antwort: „Für das betroffene Areal liegt uns ein Bescheid von der zuständigen Landesbehörde (Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz) vor, der eine Kampfmittelfreiheit fürs gesamte Baufeld bestätigt. Der erteilte Bescheid basiert auf einer professionellen Auswertung von vorhandenen Informationen durch die Behörde (unter anderem auch von allen, vorhandenen Luftbildern). Alle notwendigen rechtlichen und verwaltungstechnischen Prozesse sowie die Einholung von Genehmigungen wurden von uns im Vorfeld der Baumaßnahme rechtzeitig veranlasst und dienen nun als Grundlage für das Vorhaben.“

Thomas Moser

 
Es sollen auch zurzeit Arbeiten rund um die Signalsicherungstechnik stattfinden, die nicht unmittelbar mit den künftigen Bauarbeiten zu tun haben.

Thomas Moser (auch Fotos)

Weitere Informationen rund um die Bahn auch unter http://www.dresdner-bahn.de/

und von der Deutschen Bahn https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn


 

In der Spiellandschaft in der Lichtenrader Groß-Ziethener Straße 94 haben bunt bemalte Röhren die bisherige Tristesse verdrängt.

Inmitten der Hochhaussiedlung im Nahariyakiez, direkt hinter einem Parkdeck, befinden sich auf einer Freifläche seit Jahren gestapelte Röhren zum Klettern für die Kinder. Ansprechend sah das schon lange nicht mehr aus. Die Kinder hatten das schon längst erkannt.


In unmittelbarer Nachbarschaft zum Spielplatz befindet sich im alten Waschhaus der Siedlung die offene Jugendeinrichtung von „Outreach - Mobile Jugendarbeit Tempelhof-Schöneberg“. Bei einer Umfrage bei den Kindern und Jugendlichen stand die Verschönerung des Kiezes und eben auch dieser Röhren auf der Wunschliste.
roehren Projekt foto Zeeck 1
Foto mit der Künstlerin Sylvia Zeeck (re), Tabea Witt und Abdu El-Khalaf
Gesagt getan und das Lichtenrader Outreach-Team, Tabea Witt, Wolfgang Zeiser und Abdu El-Khalaf, die sich seit Jahren für die Jugendarbeit im Kiez einsetzen, begannen die Idee zu streuen und Verbündete für die Umsetzung zu suchen.

Die Idee mit den Röhren kam buchstäblich ins Rollen. Der Bildungsverbund Nahariyakiez, der vor einem Jahr gegründet wurde, unterstützte auch finanziell die Projektidee von Outreach und die Hausverwaltung stimmte der Umsetzung zu. Der Startschuss für die Verschönerung des Kiezes und die Verbesserung der Lebensqualität war erfolgt. So haben die Kinder und Jugendlichen der Einrichtung bereits Ende September 2017 gezeigt, dass man auch mit einer kleinen Putz-Aktion etwas für das Miteinander und für die Verbesserung der Lebensqualität tun kann. Die vielseitige Lichtenrader Künstlerin Sylvia Zeeck war zur künstlerischen Unterstützung des Röhren-Projektes schnell bereit. Sie war sofort von diesem „Röhren-Monster“ inspiriert: „So etwas habe ich zuvor noch auf keinem Spielplatz gesehen und hatte sofort im Kopf, was sich daraus machen ließe.“

Die Künstlerin schwärmt von der großen Beteiligung der Jugendlichen in den Herbstferien: „Es war unglaublich zu sehen, wie motiviert und zugewandt die Jugendlichen waren. Die Teilnahme und das Interesse am Mitarbeiten waren sehr groß.“ Sylvia Zeeck konnte das Interesse anfangs gar nicht einschätzen, zumal die Beteiligung natürlich freiwillig war. Aber auch Dank des Outreach-Teams, die schon über 11 Jahre vor Ort vertreten sind, war die Suche nach kreativen Kinder und Jugendlichen kein Problem.

Zum Ablauf des Projektes erläutert die Künstlerin das Vorgehen: „Zu Beginn der Umsetzung startete eine Putzphase. Die Röhren wurden so gut wie möglich gesäubert, der Sand wurde etwas ausgehoben und die Kids sollten Ihr Objekt damit ganz neu erfahren.
roehrenprojekt Nahariyakiez moser 1
Die Röhren wurden anschließend grundiert. In der Trocknungszeit folgte eine Entwurfsphase in der bis an die 30 Entwürfe entstanden.

Aus diesen Entwürfen entwickelte ich das umzusetzende Design. Es galt herauszufinden, was die meisten Kinder gut finden und wie sie sich die Röhren vorstellen. Florale Muster, bunte Blumen, Sonne und Blätter waren an oberster Stelle. Wichtig war auch, dass ein einheitliches Bild entsteht.


Also nicht jede Röhre sollte für sich bemalt werden, sondern fließende Übergänge, die dem ganzen Objekt ein gemeinsames Bild verliehen, waren immer wieder in den Entwürfen zu erkennen.“ Natürlich wurde am Anfang geklärt, ob die Röhren gesundheitlich unbedenklich sind. Die Frage von möglichem Asbest musst geklärt werden. Es war dann schnell klar, dass die Röhren aus faserverstärkten Beton bestehen und keinen besonderen gesundheitlichen Regelungen unterliegen.




Zur Umsetzung des 1:1 Objekts musste die Künstlerin nicht lange auf Mithilfe warten: „Das Interesse war so groß, dass mir anfangs die Auswahl der Kinder nicht leichtfiel.“ Natürlich mussten auch Regeln bei den Arbeiten eingehalten werden. Besonders beim Sprayen musste ein Mundschutz und Handschuhe getragen werden und die Kinder sollten sich in etwa an den Entwurf halten. Aber die Kinder hatten auch künstlerische Freiräume bei der Umsetzung, so ist zum Beispiel die Feuerbrunst im Mittelteil der Röhren entstanden.



Sylvia Zeeck Resümee ist eindeutig: „Das Projekt ist absolut geglückt!“ In einem Medienbericht heißt es treffend, dass die Künstlerin Sylvia Zeeck eine künstlerische Duftmarke im Nahariyakiez gesetzt hat. Eine Duftmarke, die aber ihre besondere Qualität durch die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen entfaltet hat. Sylvia Zeeck zum Projekt: „Es war für mich eine Freude zu erkennen, wie die Kinder es geschafft haben miteinander zu kooperieren und sich abzuwechseln.“

Weitere Projekte zur Aufwertung der Siedlung rund um das Outreach-Waschhaus sollen entstehen. Es geht um die Verschönerung von Sitzblöcken auf dem Hof mit Mosaik und die Gestaltung von Betonhauswänden in einer Unterführung mit Graffiti-Kunst.

Thomas Moser (Fotos: Sylvia Zeeck/Entwurf und mit Personen; sowie Thomas Moser Fotos ohne Personen)


 

Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende. Das ist dann üblicherweise auch Kalenderzeit. Schon seit vielen Jahren verzaubert der Heimatforscher Hans-Ulrich Schulz mit einem sehr hochwertig gedruckten Kalender mit historischen Postkarten aus Tempelhof.

Unter dem Titel „Tempelhof und seine Vororte in alten Ansichten“ ist schon das Titelblatt ein Hingucker.
Marienhohe
Dort ist vergrößert eine farbige Litho-Ansichtskarte „Gruss aus Marienhohe bei Berlin“ aus dem Jahr 1899 abgedruckt. Neben einer gezeichneten Aussicht von der Marienhöhe, wo man zwei Windmühlen und eine Dorfkirche erkennen kann, sieht man eine große Gastwirtschaft mit Saal. Hier fanden offensichtlich Tanzvergnügen statt und das große Gartenlokal lud die Berliner zum Verweilen ein. Eine Qualität des Jahreskalenders ist es auch immer wieder, dass Hans-Ulrich Schulz aus den verschiedenen Ortsteilen historische Aufnahmen heraussucht. Der Bezirk entstand ja bekannterweise 1920 und ist mittlerweile im Großbezirk Tempelhof-Schöneberg aufgegangen.

Natürlich gibt es auch wieder von Lichtenrade attraktive Aufnahmen. So beginnt das Jahr mit einer Postkarte mit dem Blick in die Villengegend von Lichtenrade West.
Lichtenrade Villengegend Mozartstr
Es wird eine große Villa in der Mozartstraße, der Verlängerung der Hilbertstraße, gezeigt. Im Mai zeigt eine Dreibild-Fotokarte Ansichten des Dichterviertels im Lichtenrade der dreißiger Jahre.
Sanatorium Birkenhaag Lichtenrade
Eine weitere Karte zeigt das Lichtenrader Sanatorium Birkenhaag.

Aber auch viele weiter interessante Ansichten sind abgebildet. In Marienfelde wird beispielsweise die Daimler-Motoren-Gesellschaft gezeigt, die seit 1902 dort mit einem großen Fertigungswerk vertreten ist. Eine Musikkapelle posierte auf der heutigen Marienfelder Allee.

In Mariendorf werden typische Wohnhäuser in der Kaiserstraße gezeigt, die man heute dort noch oft findet.
TempelhoferHafen
Im September wird der Tempelhofer Hafen mit seinen Lagerhäusern gezeigt. Die Häuser wurden alten Speichern in Hafenstädten nachgebildet. Im Jahr 1906 wurde der Hafen als einer von neun Häfen am neu errichteten Teltowkanal eingeweiht.

Ein Höhepunkt der historischen Aufnahmen stellt sicherlich die Aufnahme der legendären „Ju 52“ dar.
JU52
So erfährt man im Begleittext, der alle Postkarten näher erläutert, dass die Flughafenpolizei in den dreißiger Jahren auf dem Tempelhofer Zentralflughafen die Startfreigabe für die Flugzeuge gab. Die Luftfahrt ist sowieso ein Schwerpunkt der Erforschungen von Hans-Ulrich Schulz. Im Jahr 2009 veröffentlichte der Heimat- und postgeschichtlich interessierte Mariendorfer das Handbuch mit Katalog „Im Zeichen der Luftbrücke“, das direkt beim Autoren bezogen werden kann (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Der Kalender ist in den Tempelhofer inhabergeführten Buchhandlungen zu einem Preis von 13 Euro zu erwerben oder kann bestellt werden. Der Kalender ist für Tempelhof interessierte Menschen sicherlich genau das richtige Weihnachtsgeschenk.

Technische Daten für die Kalender: 13 Seiten Bilderdruck auf 250 g Papier, Größe 31 x 37 cm; die Ansichtskarten sind auf 26 x 17 cm vergrößert und mit einem erklärenden Text versehen.

Email zum Autoren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Email zum Verlag Morgana-Edition: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Artikel zum Bericht über „Im Zeichen der Luftbrücke“: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/532-zum-ende-der-berlin-blockade-vor-65-jahren-im-zeichen-der-luftbruecke

WERDI 11 2017 Kalender


 

Auch Lichtenrader Anliegen wurden wieder in der BVV Tempelhof-Schöneberg behandelt.

Zum Thema „Sicherer Schulweg – ein Zebrastreifen für die Lichtenrader Goltzstraße“ hat Ingrid Kühnemann (SPD) einen Antrag auf Anregung von Melanie Kühnemann (MdA) eingebracht.
mellener goltzstr 1

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass an der Goltzstraße in Lichtenrade, Höhe der Mellener Straße das sichere Überqueren für Schulkinder durch einen Fußgängerüberweg („Zebrastreifen“) ermöglicht wird.

Begründung:

Die Goltzstraße in Lichtenrade ist eine vielbefahrene Straße inmitten einer großen Einfamilienhaussiedlung. Viele Schulkinder queren jeden Morgen diese Straße, um zu den in der Nähe gelegenen Grundschulen zu gelangen. In der vergangenen Zeit waren den Kindern in der Zeit vor Unterrichtsbeginn immer wieder Polizisten behilflich und haben durch ihre Anwesenheit beruhigend auf den Verkehr eingewirkt. Wünschenswert ist eine dauerhafte Situation, die Schülerinnen und Schüler unabhängig macht und einen sicheren Schulweg ermöglicht.

Von der CDU-Fraktion wurden zwei Anträge für Lichtenrade eingebracht:

Zum Thema „Tempo 30 in der Mellener Straße durchsetzen“ hat Patrick Liesener (CDU) einen Antrag eingebracht
mellener loeptenerstr 1

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt zu prüfen, durch welche Maßnahmen eine Verkehrsberuhigung auf der Strecke Löptener Straße - Mellener Straße Richtung Bahnhofstraße erreicht werden kann. Dabei soll auch geprüft werden, ob eine Beschilderung mit "Radarkontrolle" oder eine zusätzliche Tempo 30-Fahrbahnmarkierung zur Beruhigung beitragen könnten.

Zusätzlich soll das Bezirksamt beim zuständigen Polizeiabschnitt für mehr Geschwindigkeitskontrollen in dem benannten Gebiet werben, um gegen die akute Verkehrsgefährdung insbesondere von Kindern aus dem dort gelegenen Hort der Stadtindianer anzugehen.

Begründung:

Inzwischen versuchen die Anwohner und der Hort der Stadtindianer schon seit einigen Jahren durch selbst gemalte Tempo 30-Schilder den Verkehr zu beruhigen, da viele Verkehrsteilnehmer die Löptener und Mellener Straße zur Umfahrung der Kreuzung Goltzstraße nutzen. Häufig nicht mit der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit. Es ist deshalb jetzt an der Zeit die Anwohner zu unterstützen.

Zum ThemaBerücksichtigung von öffentlichen Toiletten bei der Neugestaltung der Bahnhofstraße“ hat Hagen Kliem (CDU)einen Antrag eingebracht.
Wahl WC700
Das Bezirksamt wird ersucht, Sorge dafür zu tragen, dass bei der Entwicklung der Bahnhofstraße die Versorgung mit öffentlichen Toiletten sichergestellt ist.

Begründung:

Die einzige öffentliche, von der Fa. Wall betriebene Toilette am Pfarrer- Lütkehaus-Platz wird kurzfristig auch wegen der bevorstehenden Bauarbeiten abgebaut werden. Das Bezirksamt steht in der Pflicht, eine flächendeckende und ausreichende Bereitstellung von öffentlichen Toiletten zu gewährleisten. In keiner Vorstellung zukünftiger Planungen für die Bahnhofstraße wurde dieser wiederholt vorgetragene Wunsch der Bevölkerung bisher berücksichtigt.

Fotos: Thomas Moser


 

Der Vorstand vom VfL Lichtenrade informiert über ein großes Handballevent. Am 7. November 2017 wird es in der Lichtenrader Reinhold Meyerhof Sporthalle in der Briesingstraße um 19 Uhr Handball vom Feinsten geben. Der Deutsche Handballbund und der Handballverband Berlin haben das Spiel der männlichen Jugendnationalmannschaft U 18 Deutschland vs Polen zum VfL Lichtenrade vergeben. Die Krönung wäre fast noch gewesen, wenn der Lichtenrader Aaron Krai hätte mitspielen können. Er ist Mitglied der Nationalmannschaft, wohnt in Lichtenrade und hat beim VfL Lichtenrade mit dem Handballspiel begonnen.
Aaron Krai Handball
Aber, wie es das Schicksal so will… genau jetzt musste sich der junge Nationalspieler einer Schulteroperation unterziehen und kann aus diesem Grund nicht mitspielen. Sicher wird er am Spielfeldrand seine Mitspieler anfeuern.

Aaron Krai spielt seit zwei Jahren bei den Füchsen Berlin, ist Sieger der Mittelmeerspiele 2017 und der EYOF (Jugendolympiade) 2017 mit der Jugendnationalmannschaft, sowie 2 mal Deutscher Jugendmeister und Länderpokalsieger. Aaron gehört somit mit seinen 17 Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Spielern seines Jahrgangs.

Der VfL Lichtenrade freut sich sehr auf diesen internationalen Vergleich und begrüßt alle Mitwirkenden und Gäste.

Thomas Moser


 

Herbstzeit700
... aus dem heimatlichen Garten...
und vom Marienfelder Freizeitpark sowie vom Britzer Garten....
herbst marienfelderfreizeitpark2017 4



... und vom Britzer Garten:
herbst britzergarten 2017 6





Fotos Thomas Moser


 

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Der samstägliche Lichtenrader Bauernmarkt schmückte sich für die Besucherinnen und Besucher herbstlich. Die Marktleitung hatte am 21. Oktober 2017 zum „Kürbisfest“ eingeladen und die Händler schmückten Ihre Stände nach diesem Motto. Einige Bänke und Tische luden zum Verweilen ein und bei Kaffee und Kuchen konnte man das Markttreiben beobachten. Als Leckerbissen wurden noch frisch vom Grill Würste angeboten.


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An diesem Samstag waren wieder aus Lichtenrade Niels der Kupferklopfer mit selbstgemachten Schmuck und Marianne Steinig mit schönen handgenähten Taschen an einem Stand vertreten.

Der Markt bietet ansonsten Obst- und Gemüse, Backwaren, Blumen und Pflanzen, Räucher-Fisch, Öle, frische Eier und viele weitere Produkte an. Der Markt existiert seit September 2014.

Der Markt findet jeden Samstag von 8 bis 13 Uhr statt! Ein breites frisches Sortiment wartet auf die Lichtenrader Kunden!

Thomas Moser

http://www.bbm-maerkte.de/bauernmarkt_lichtenrade.html


 

Ein Hausfest im Gemeinschaftshaus Lichtenrade stellte Interessierten die Arbeit und die vielen Angebote vor. Erst Anfang April 2017 wurde das neue Familienzentrum im Gemeinschaftshaus Lichtenrade offiziell eingeweiht. Viele Hoffnungen waren damit verbunden, die jetzt nochmal so richtig Fahrt aufnehmen sollen.
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In den Räumlichkeiten vom Gemeinschaftshaus Lichtenrade finden neben den Veranstaltungen im großen Saal auch Tag für Tag viele Aktivitäten für Klein und Groß statt. Um diese vielfältigen Angebote zu präsentieren und neue Ideen und Wünsche zu sammeln, wurde mit allen beteiligten Gruppen am 19. Oktober 2017 ein buntes Hausfest gefeiert. Besucherinnen und Besucher wurden herzlich begrüßt.

Für die Kinder wurde ein kleiner Parkour angeboten, damit sie sich selbständig die vielen Räume erschließen konnten. Jeder Stempel an den verschiedenen Stationen brachte sie ein Stück näher, um am Ende eine kleine Überraschung entgegen nehmen zu können. So lernten Sie die Räume vom Kinder- und Jugendclub, vom Gesundheitsamt, vom Familienzentrum und von „Die Kurve“ kennen.


Bei der Einweihung vom Familienzentrum im Gemeinschaftshaus wurde von einem Meilenstein gesprochen, da das Haus so viele Angebote bietet. Es wurde jedoch auch von einem Dornröschen-Schlaf gesprochen, in dem das Haus über viele Jahre versunken zu sein schien. Der Aufbruch war gemacht und mit aktiver Unterstützung des kürzlich verstorbenen Hauskoordinators und Kinder- und Jugendeinrichtungsleiters Matthias Stöhr wurde die Zusammenarbeit der vielen Beteiligten neu organisiert. Wenn man heute bei den Verantwortlichen nachfragt, wünschen sich alle übereinstimmend, dass diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut und noch ein gutes Stück intensiviert wird. Aber die teilweise sehr unterschiedlichen Betriebszeiten machen ein natürliches Zusammenwachsen schwer. So ist beispielsweise das Familienzentrum besonders am Vormittag besetzt und die Arbeit im Kinder- und Jugendclub beginnt erst später. Zeitliche Überschneidungen sind so kaum gegeben.




Neben dem neuen Familienzentrum, gibt es eine lebendige Kinder- und Jugendeinrichtung, den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst für Lichtenrade und Marienfelde, eine Kleinsteinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, eine Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Erkrankte vom Träger „Die Kurve“ und das Boxprojekt Kick-Lichtenrade. Aber auch die Senioreneinrichtung und der große Saal sind Bestandteile dieses Kiez-Gemeinschaftshauses.

Ein Hausspaziergang zeigt auch noch Defizite

Wenn man durch die drei Stockwerke des Gebäudes schlendert merkt man, dass zurzeit die Räumlichkeiten eine Zusammenarbeit nicht befördern. Beim Hausfest fand man viele offene Türen und bunte Hinweise, die aber trotzdem die baulichen Schwellen verdeutlichten. Die Baulichkeiten sind wenig darauf ausgerichtet, dass die Zusammengehörigkeit und die Besonderheiten der Einrichtungen herausgestellt werden. In den Fluren sieht es eher wie in einem sterilen Bürogebäude aus. So könnten sicher in einigen breiteren Flurbereichen verbindende Elemente gefunden werden. Stühle und Tische könnten zum Verweilen einladen. So eine Art offener Cafébetrieb fehlt gänzlich. Auch im Eingangsbereich im Erdgeschoss fühlt man sich wenig eingeladen und als Besucher weiß man nicht so recht, was in diesem Haus alles an lebendigem Leben stattfindet. Es beginnt jedoch auch schon vor dem Eingang am Lichtenrader Damm, wo an der Grundstücksgrenze kein auffälliger Hingucker für Vorbeifahrende zu entdecken ist. Viele Lichtenrader kennen zwar das Gemeinschaftshaus und den großen Saal, aber die Vielfältigkeit der anderen Angebote sind oft völlig unbekannt. Die Idee des Hausfestes sollte ein Stück helfen. Dies kann jedoch nur ein Element in der Öffentlichkeitsarbeit sein.

Wünsche gibt es genug

Schon nach kurzer Zeit wurden am Tag des Hausfestes in der Ideenwerkstatt die ersten Wünsche notiert. So wünscht man sich Tanzkurse für Kinder, Angebote für Kita-Kinder und für ihre Familien, Gitarrenunterricht für Kids, Bewegungsangebote zum Beispiel Eltern-Kind-Turnen, Kinoabende für alle Generationen oder auch ein Tanzturnier. Die verschiedenen Betreiber haben für die Ideen der Besucherinnen und Besucher immer ein offenes Ohr.

Schon vor einiger Zeit wurde ein besonderer Wunsch geäußert. Ganz wichtig wäre eine WLAN-Möglichkeit bzw. ein Hotspot. Beispielweise wird jährlich vom ansässigen Lichtenrader Schachverein „Schwarz-Weiß-Lichtenrade“ der „Lichtenrader Herbst“ veranstaltet. Das ist ein internationales Schachturnier in den Herbstferien, wo eine gute Internetanbindung eine notwendige Maßnahme wäre. Auch für die jetzt hier lebenden vier alleinstehenden jugendlichen Flüchtlinge in der ehemaligen Hausmeisterwohnung ist dies oft die einzige Verbindung zu ihrer Familie. Nicht zuletzt würden sich die Jugendlichen in der Freizeiteinrichtung im Haus sehr freuen, zumal die bisherigen Internetanbindungen oft an die Geschwindigkeit einer Schnecke erinnern.

Schon jetzt wird vieles geboten

Im Familienzentrum gibt es schon bislang viele Angebote von Montag bis Freitag: eine offenen Krabbelgruppe, International Kitchen Stories, Hausaufgabenhilfe, PEKiP Babykurs, Rückbildungsgymnastik, 1. Hilfe am Kind, Elterncafé, Hilfen beim Ausfüllen von Anträgen, Rechtsberatung, Spielenachmittage usw.. https://www.nusz.de/start/aktiv-im-stadtteil/familien-und-nachbarschaftstreffpunkte-familienzentren/familienzentrum-lichtenrade/

Der Kinder- und Jugendclub (Eingang über die Barnetstraße) bietet für Kinder von 6 bis 18 Jahren zum Beispiel offene Töpferangebote, Backkurse, Bastel- und Werkangebote, Nähen, Spielen und Sportangebote z.B. Boxen an.

Im Clubraum kann Billard gespielt werden, im Eingangsbereich steht eine Tischtennisplatte, Kino wird angeboten und der Turnraum kann genutzt werden. Neben den regelmäßigen Angeboten am Computer finden in Ferien auch Ausflüge und Reisen statt. http://barnet2.pyolion.de/

Der Träger „Kick“ hat sich auf Sport- und Freizeitangebote für Kinder- und Jugendliche spezialisiert. Aktivitäten sind zum Beispiel Fußball, Street- und Volleyball, Klettern, Schwimmen, Skaten usw.. Und so ganz nebenbei kann über Probleme in Schule und Familie gesprochen werden. http://www.kick-projekt.de/

Vom Kinder- und Gesundheitsdienst werden neben bestimmten ärztlichen Untersuchungen auch Beratungen von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr angeboten. Anlässlich der Geburt von Kindern werden präventive Informationen auch im Rahmen von Hausbesuchen geboten. https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/kinder-und-jugendgesundheitsdienst/

Die Kontakt- und Beratungsstelle „Die Kurve“ ist ein Treffpunkt und eine psychosoziale Beratungsstelle für Menschen in Krisensituationen, für Menschen, die eigene Erfahrungen mit der Psychiatrie haben und für deren Angehörige. Neben Beratungsangeboten gibt es beispielsweise einen offenen Treff, Tischtennis, Tanz und Bewegung. http://www.die-kurve.de/kontakt_beratung.html

Das Gemeinschaftshaus freut sich auf ihren Besuch

Das Gemeinschaftshaus Lichtenrade hat mit den neuen Kooperationsstrukturen eine echte Chance bekommen. Das Hausfest wurde gut besucht. Jetzt wird es sich zeigen, ob alle Angebote gut von den Lichtenraderinnen und Lichtenradern angenommen werden. Der Dornröschenschlaf ist beendet. Ein blühendes Gemeinschaftshaus ist der Wunsch aller Beteiligten, dem man sich nur anschließen kann.

Thomas Moser (auch Fotos)