Frauenmärz 2017: Mutter, Mutterschaft; Mutterliebe

Der Frauenmärz ist schon seit 32 Jahre eine feste bezirkliche Institution. Engagierte Frauen stellten schon von Anfang an ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne und wurden dabei stets vom Bezirksamt unterstützt. Angefangen hat der Frauenmärz in kleinerem Rahmen im Alt-Bezirk Tempelhof und ist dann stetig gewachsen. Im fusionierten Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde und wird der Frauenmärz weitergeführt und begeistert immer wieder mit einem unglaublich vielfältigen Programm.
Unter Federführung der Kulturstadträtin Jutta Kaddatz und der äußerst engagierten Leiterin der Dezentralen Kulturarbeit, Ute Knarr-Herriger, wird Jahr für Jahr der Monat März zu einem anspruchsvollen und unterhaltsamen Höhepunkt im Bezirk. Vor Monaten begann bereits die Planung. Das Programm liegt nun in seiner ganzen Pracht und Bandbreite vor. Das Motto ist diesmal >Mut | ter | schafft< mit all den verschiedenen Fassetten: Welche Bilder existieren? Welche Bilder werden gelebt? Junge Frauen in der Wirklichkeit. Die Veranstaltungsreihe zum Thema „Mutter, Mut, Mutterschaft, Mutter schafft?!“ soll verschiedene Aspekte beleuchten, wobei der Veranstaltungsmonat voller anregender und vergnüglicher Termine ist, die nicht immer themenbezogen sind.
In der Ankündigung heißt es : „Wir alle sind Kinder unserer Mütter. Wir wachsen in ihren Bäuchen, sitzen auf ihren Schößen, zerren an ihren Nerven. Ein Spiel mit Geben und Nehmen. Ein Spiel mit Erwartungen, Ansprüchen und der unbezahlbaren, der unermüdlichen SUPRAMATER. SUPRA lateinisch „über“, MATER lateinisch „Mutter“ – die Übermutter, ein Archetyp der Selbstaufopferung und der bedingungslosen Fürsorge. Sie vollführt die absolute altruistische Handlung: Mutterliebe.“
Seit den 70er Jahren erreichte die Frauenbewegung soziale Umbrüche, die die Perspektive auf Frausein und Mutterschaft veränderten: Traditionelle weibliche Rollenvorstellungen werden demontiert, Themen wie Schwangerschaft und Geburt enttabuisiert, den Frauen gelingt der Zutritt zu männlichen Sphären. Heute sieht sich die moderne Frau vor einen neuen Identitätskonflikt gestellt: Sie muss dem Modell der fürsorglichen Mutter entsprechen, zugleich soll sie selbstbestimmt und finanziell unabhängig sein.Der Höhepunkt vom Frauenmärz ist immer das Eröffnungsfest, das diesmal am 3. März stattfindet und um 19 Uhr beginnt. An diesem Freitag wird im Lichtenrader Gemeinschaftshaus wieder ein buntes Bündel an Kunst und Information geboten.

Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz begrüßte die Gäste.

Nach der Begrüßung durch Jutta Kaddatz hat die Staatssekretärin a. D. Emine Demirbüken-Wegner (Foto oben), Parlamentsauschussvorsitzende für Bildung, Jugend und Familie, die Festrede gehalten, was jedoch im politischen Raum auch strittig diskutiert wurde.


Die Mitglieder des Theaterkollektivs Berlocken haben Ausschnitte aus der Hoch-Zeit-Performance zeigen.







Hilde Kappes (Fotos oben) hat ihre Vokal Akrobatik und ungewöhnliche Musikalität auf vielseitigem Instrumentarium dargeboten. Die Ausnahme-Künstlerin im Bereich Stimm- und Musik Performance hat bereits mehrfache Auszeichnungen erhalten.






Hier musste auch der Ehemann von Jutta Kaddatz "mithelfen"...



Die Kabarettistin, Sängerin und vor allem auch Puppenspielerin (auch bei der Sesamstraße) Andrea Bongers hat das Publikum nach der Pause begeistert. Die Hanseatin weiß aus eigener Erfahrung um Geschichten als Frau, Partnerin und Mutter.
Für die süße und salzige Beköstigung sorgt während der Veranstaltung wieder die ufaFabrik. Im Foyer wird die mobile Ausstellung zur Kampagne "Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin" auf verschiedenste Aktivitäten hinweisen.

Für die charmant unterhaltsame Moderation sorgte wieder Petra Schwarz.


Ute Knarr-Herriger und Moderatorin Petra Schwarz.
Aber auch das restliche Programm vom Frauenmärz muss sich keinesfalls verstecken. Bereits am 4. März findet das Chorkonzert „Femme Vocales“ mit 70 Frauen und drei Chören in ethnischer Vielfalt statt. Dann finden bis Ende März noch vielfältige und unterschiedlichste Jazz- und Wohnzimmerkonzerte, Lesungen der verschiedensten Art, eine Performance, eine Gameshow, Märchen, interessante Podiumsdiskussionen, Kunst- und Kulturführungen, Tagesausflug zum Bundestag u.s.w. statt. In diesem umfangreichen Programm findet jeder sicher einen besonderen Leckerbissen für sich, seine Freunde und seine Mutter.

Alle Veranstaltungen, die dezentral über den Bezirk verteilt an verschiedenen Orten stattfinden, sind zum freien Eintritt und meistens für das männliche Geschlecht zugänglich.

Thomas Moser

www.frauenmaerz.de.

Alle Veranstaltungen sind bei freiem Eintritt.

 

Der Frauenmärz freut sich über weibliche & männliche Besucher, solange nichts anderes vermerkt ist.

www.frauenmaerz.de

Weitere Pausen-Fotoeindrücke...

Vom Ehrenamtsbüro Christine Fidancan, MdB Mechthild Rawert und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler


Die Abgeordnete Hildegard Bentele

Angelika Schöttler mit Wolfgang Spranger

Dr. Jan-Marco Luczak, Bundestagsabgeordneter

Stadtrat Oliver Schworck

Stefan Böltes, BVV-Vorsteher


Martina Zander-Rade, stellv. BVVV-Vorsteherin

Antonia Volk, Leiterin vom Sozialamt

Stadtführerin Marina Heimann und Bürgermeisterin Angelika Schöttler









Von Family & Friends, die Veranstalter u.a. vom Weinfest in Lichtenrade Claudia Scholz und Stefan Piltz
ALLE FOTOS:

Fotodokumentation als pdf:

http://www.berli-press.de/foto_lichtenrade_iz/Frauenmaerz2017_Bericht_Fotodokumentation.pdf

Das komplette Programm: