Max Walter Gülstorff
Max Gülstorff ist geboren am 23.3.1882 (geboren
in Tilsit/Ostpreußen -heute heißt Tilsit "Sowjetsk" und gehört zu Russland) und gestorben am 6.2.1947.
Der Schauspieler wurde auf dem Lichtenrader evangelischen Friedhof in
der Paplitzer Straße beigesetzt und hat noch heute dort ein Ehrengrab.
Die Szene ist aus dem Spielfilm „Der Schritt vom
Wege" von 1938/1939; eine Verfilmung von
Theodor Fontanes „Effi Briest" und zeigt Max Gühlstorff,
Marianne Hoppe, Karl Ludwig Diehl,
Elisabeth Flickenschildt (vorne, v.l.n.r).
Die Filme dieser Zeit unterlagen der vollständigen Kontrolle der
Nazis bzw. wurden von den Machthabern in Auftrag gegeben.
Seit 1900 war Max Gülstorff am Theater tätig, ab 1915 als Komiker
an den Reinhardt -Bühnen
in Berlin. Ein Jahr später debütiert er unter der Regie von
Richard Oswald in 'Das unheimliche
Haus' (2.Teil: 'Freitag der 13.') im deutschen Stummfilm, für den
er von nun an oft arbeitet.
In den kommenden Jahren entstanden Filme wie "Es werde Licht",
"Veritas vincis Die Wahrheit
siegt", "Die Reise um die Welt/Die Reise um die Erde in 80 Tagen",
"Lady Hamilton", "Schatten",
"Ein Glas Wasser" und "Die Meister von Nürnberg".
Sein komisches Talent wurde auch beim Tonfilm bevorzugt eingesetzt. Zu
seinen erfolgreichsten Filmen der 30er Jahren gehören "Liebling
der Götter" ,"Der Kongress tanzt", "Der Hauptmann
von Köpenick", "Die Gräfin von Monte Christo",
"Frasquita", "Der Herr der Welt", "Kirschen in
Nachbars Garten", "Der zerbrochene Krug", "Der Herrscher"
und "Napoleon ist an allem Schuld".
In den 40er Jahren sah man ihn in großen Produktionen wie "Ohm
Krüger, "Andreas Schlüter", "
Dr. Crippen an Bord", "Altes Herz wird wieder jung", "Die
Feuerzangenbowle" und "Sag die Wahr-
heit". Der Staats-Schauspieler Max Gülstorff war ein begnadeter
Filmkomiker, der aber auch in anderen Genres zu überzeugen wusste.