13.07.1838
(1. Bauabschnitt)
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Die neu erbaute Provinzial-Chaussee
Berlin-Kottbus wird dem Verkehr übergeben (heute Tempelhofer-,
Marienfelder-, und Lichtenrader Damm, damals noch über Alt-Lichtenrade,
Kirchhainer Damm - Bundesstraße 96). Die feste Chaussee zog
schnell den Frachtverkehr nach Süden an. Jetzt rollten hier
breite Planwagen mit Getreide zur großen Stadt. Aber auch
die leichten Hundewagen der Besenbinder, Bücklingshändler,
Eierhändler, Verkäufer von Federvieh und Schuhmacher aus
den kleineren Städten des Hinterlandes nutzten die neue Verbindung.
Aus Zossen kam täglich ein Milchwagen. Die Dorfstraße
wird erheblich höher gelegt, damit keine Überschwemmungen
der Straße auftreten konnten.
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| 1838 |
Auf dem Lehnschulzengut Bohnstedt (neben dem kleinen
Gänsepfuhl) wird eine Posthalterei (ziegelgedeckte Wagenremise)
eingerichtet. Auf der anderen Seite des Pfuhles wurde ein Postwachhaus
für Pferdeknechte errichtet. Dies war der erste Pferdewechsel
auf dem Weg der Post Berlin-Luckenwalde; nächster Pferdewechsel
in Zossen. Der Aufenthaltsraum für Reisende befand sich im
Wohnhaus der Bohnstedts. Der Aufenthalt betrug jedoch nur 20 Minuten.
Vom 01.10. an fuhren die Postwagen nach Dresden nicht mehr über
Groß-Ziethen nach Mittenwalde, sondern durch Lichtenrade.
Die Fahrzeit betrug jetzt statt 41 Stunden nur 36 Stunden. Weiteres
wird berichtet werden in der Historie über die Post (folgt).
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| 18.10.1866 |
Eröffnung der Raststätte mit Pferdeausspann
Rudolf Reisel in
Alt-Lichtenrade 83
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| 1875 |
Pferdebahn fuhr nach Tempelhof
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| 17.06.1875 |
Eröffnung der Dresdner Bahn (eingleisige Strecke).
Die Berlin-Dresdner Bahn ersetzt Postverkehr auf der Landstraße.
Züge hielten aber nicht in Lichtenrade, da Bauern nicht bereit
waren, ihr Land unentgeltlich zur Errichtung eines Bahnhofs zur
Verfügung zu stellen.
Der Lehnschulze Bornhagen, die Bauern Kraatz, Grunow und Gebert
sowie der Büdner Liesegang (Ein
Büdner oder auch Häusler ist/war ein Dorfbewohner mit
eigenem Häuschen, aber mit nur wenig oder gar keinem eigenen
Land. Er musste also bei Landbesitzenden (Bauern...) seinen Unterhalt
z.B. als Tage-
löhner verdienen. Die Begriffe: Büdner und Häusler
stammen noch aus der mittelalterlichen Agrarverfassung) mussten
das Gelände für die Dresdner Eisenbahn abtreten. Sie wurden
außerordentlich gut entschädigt. So erhielt der Bauer
Gebert für 3 ½ Morgen von der Eisenbahngesellschaft
976 Taler und 26 Silbergroschen.
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| 15.10.1875 |
Eigenes Gleis für die "königliche
Militäreisenbahn"
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| 1.6.1883 |
Eröffnung der Station Lichtenrade. Es hielten
3 Züge täglich nach Bedarf. Man musste sichtbar am Haltepunkt
stehen oder vorher dem Zugführer Bescheid sagen. Dann hielt
der Dampfzug.
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| 1.9.1883 |
Haltestelle Lichtenrade mit Wartebude aus Holz an
der Dresdner Bahn
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| 1883/1884 |
Es wurden nur 1515 Fahrkarten verkauft, so kamen
auf jeden Dorfbewohner
nur drei Fahrten. Vom Bahnhof Mahlow wurden in derselben Zeit zehnmal
soviel Fahrkarten umgesetzt.
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| 1891 |
Strecke bis Zossen in Vorortverkehr einbezogen,
dadurch Verbesserung der Verkehrsverhältnisse
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| 1.10.1891 |
Besonderer Vororttarif zwischen Berlin und Zossen
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| 1892 |
Erbauung des Bahnhofgebäudes für Lichtenrade
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| Oktober/ November 1903 |
Test-Schnellfahrstrecke auf Militärbahn von
der am 10.10.1899 gegründeten „Studiengesellschaft für
elektrischen Schnellbahnen“ (St.E.S), wo auch die damals führenden
Firmen AEG und Siemens & Halske (SSW) beteiligt waren, zwischen
Zossen und Marienfelde (23 km). Versuchszüge (3 polige Drehstrom-Oberleitung,
25 bis 50 Hz und 6kV bis 14 kV) fuhren mit bis zu 210,2 Stundenkilometern
(25. November 1903 - SSW-Wagen) durch den Bahnhof.

(Quelle: Siemens Pressefoto)
Der 1. Weltkrieg unterbrach Versuchsstrecke. Nach der Niederlage
musste Militärstrecke demontiert werden.
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| Bis 1905 |
Hielten auch Fernzüge in Lichtenrade
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| Juni 1905 |
Inbetriebnahme der ersten Automobil-Omnibuslinie
Lichtenrade-Buckow
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| 1906 |
Bahnhofstraße erhält Pflaster (1907 völliger
Ausbau); 1813 wurde sie halbseitig gepflastert
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| Sommermonate 1908 bis 1910 |
Drei Pferdeomnibusse verkehrten zwischen Trabrennbahn
Mariendorf (vorherige Endstation der elektrischen Straßenbahn
73) und Dorf Lichtenrade. Fahrpreis 20 Pfennige
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| 1909 |
Wöchentlich werden durchschnittlich 1400 Personen
mit dem Omnibus zwischen Mariendorf und Lichtenrade befördert
(Fahrpreis: 15 Pfennig).
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| 1909 |
Dresdner Bahn: 7 Zugpaare an Wochentagen, 15 an Sonntagen
Lt. dem Buch "125 Jahre Berlin-Dresdener Eisenbahn" haben
Loks der BR 74 (Preusisch T 12/Stadtbahn Berlin) auch in Lichtenrade
die Vorortzüge gezogen.

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| 1911/1912 |
Adressbuch 1911/1912 unter selbständige Gewerbetreibende:
Fuhrgeschäfte: Otto Buchwald, Dorfstr. 7; Ernst Ebel, Prinz-Heinrichstr.
3; Max Haussmann, Prinzessinnstr.; Hermann Kiekebusch, Chausseestr.
62; Carl Pieper, Bayrischestr. 1 a
Faksimile: 
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| 1912-1914 |
Busverbindung täglich 6 mal
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| (20. oder) 30.09.1910 |
Der neue Bahnhof nach 14-monatlicher Bauzeit in
Betrieb genommen
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| 1912 |
Bahnsteig erhält Schutzdach

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| 1919 |
Dresdner Bahn: 16 Zugpaare an Wochentagen, 19 an
Sonntagen
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| August 1919 bis April 1920 |
Gemeinde Lichtenrade versuchte sich als Verkehrsträger
(vorher Privat). 3 kleine Pferdeomnibusse fuhren von Trabrennbahn
Mariendorf bis zum Bahnhof Lichtenrade.

Wegen Schulden wurde diese Verbindung eingestellt. Vorortzug blieb
einzige Verbindung nach Berlin. Mit der Eingemeindung nach Berlin
am 1.10.1920 hoffte man auf eine elektrische Straßenbahn nach
Lichtenrade. Es war jedoch bei der Verkehrsgesellschaft kein Geld
vorhanden
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| 1.7.1922 |
Erste Direktverbindung mit der Dorfstraße
Mariendorf (heute Alt-Mariendorf) durch Autobuslinie 33 durch die
Allgemeine Berliner Omnibus AG (ABOAG-gegründet 1868). Bus
fuhr bis Bahnhof Lichtenrade
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| 18.10.1922 |
Einstellung der Buslinie 33 wegen der Kosten (Inflation).
Eine Fahrt kostete im Oktober 25 Mark

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| 1923 |
Protestveranstaltung der Grundbesitzer. Es wurde
die Schaffung einer Omnibusverbindung vom Bahnhof Lichtenrade nach
Alt-Mariendorf gefordert.
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| Anfang 1928 |
Bau der Umgehungsstraße, denn Dorfstraße
(jetzt Alt-Lichtenrade) wäre zur Aufnahme der Straßenbahngleise
zu schmal gewesen
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| 17.10.1928 |
Erste Straßenbahnverbindung von Lichtenrade
bis Seestraße Ecke Togostraße mit Linie 99. Die Streckenlänge
betrug 24,2 km, die Fahrzeit 87 Minuten. Die Straßenbahn wurde
von allen Lichtenrader Vereinen empfangen.
Die Vereinsvertreter legten Wert darauf, dass sie im dunklen Anzug,
weißer Binde und Zylinder erschienen. Die Musik spielte „Dies
ist der Tag des Herrn“.

Es war eine große Freude, dass die Straßenbahn nach
sechsjährigem Kampf endlich fuhr.
Später kam die Linie 25 hinzu, die sogar bis Tegel fuhr.

Die Linie führte auf dem Mittelstreifen zwischen Lindenbäumen
bis zum Ende des Lichtenrader Dammes, dann durch die Bahnhofstraße
und hatte die Kehrschleife auf dem heutigen Pfarrer-Lütkehaus-Platz.
Diese Straßenbahnlinie soll die Linie gewesen sein, die die
längste gerade Strecke fuhr.

Vorher fuhr die Straßenbahn 73 nur bis zur heutigen Trabrennbahn.
Gleichzeitig Einstellung der Buslinie 33
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| 1933 |
Dresdner Bahn: 47 Zugpaare an Wochentagen, 44 an
Sonntagen
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| 1935 |
99 fuhr vom Hackeschen Markt bis Bahnhof Lichtenrade
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| 15.05.1939 |
Die S-Bahnsstrecke Priesterweg-Mahlow/Rangsdorf
wird elektrifiziert und der Verkehr wird aufgenommen
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| Vor dem Krieg |
Das ausgebaute Straßennetz in Lichtenrade
betrug 37 km
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| Kriegszeit |
Es gab Pläne von Hitler und Speer (Hitlers wichtigster
Architekt) für einen kolossalen Südbahnhof, der sich mit
Abstellstrecken und Betriebsstätten bis Lichtenrade erstrecken
sollte. Es wurde eine Umgehungsbahn, vorerst als Güterbahn,
durch Lichtenrade von Teltow nach Grünau und weiter zur Ostbahn
gebaut. Die Strecke wurde in nur wenigen Wochen von hunderten von
Arbeitern erbaut und wurde auch für Militärzwecke genutzt.
Jetzt ist die Strecke noch am Lichtenrader Damm zu erkennen, wenn
man in südlicher Richtung „über den Berg“
zwischen Goethe- und Grimmstraße fährt. Es wurden zum
Beispiel die Krusauer und andere Straßen unterbrochen.
Für ca. 5 Monate wurde wegen des Krieges der S-Bahnverkehrs
eingestellt.
Die Straßenbahn 99 bewältigte den gesamten Berufsverkehr.
Mancher Tempelhofer ist mit gefülltem Rucksack heimgekehrt
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| April 1945 |
99 fuhr vom Belle-Alliance-Platz bis Bahnhof Lichtenrade
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| 8.9.1945 |
S-Bahn fährt alle 30 Minuten zwischen Mahlow
und Marienfelde
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| Sommer 1945 bis 17.6.1948 |
Höchstgeschwindigkeit auf den Fernbahngleisen
zwischen Lichtenrade und Wünsdorf auf 50 km/h begrenzt
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| 10.9.1945 |
99 fuhr von Kreuzberg- Ecke Katzbachstraße
bis Bahnhof Lichtenrade (mit Fußweg über die Brücke
in Mariendorf)
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| 7.5.1946 |
99 fuhr von Baerwaldstraße bis Bahnhof Lichtenrade
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| 8.9.1947 |
99 fuhr vom Mehringplatz bis Bahnhof Lichtenrade
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9.7.1948-
12.5.1949 |
99 hatte vorgezogenen Betriebsschluss um 18 Uhr
wegen Blockade Berlins
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| 26.7.1948-8.10.1850 |
Züge im Vorortverkehr nach Grünau fuhren
über den angeschlossenen Güteraußenring
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| 14.9.1951 |
Protestveranstaltung zur Verkehrssituation

Die geforderte Verlängerung der Straßenbahn zur Jerusalemer
Kirche wurde später durchgeführt.
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| Von Dezember 1952 |
Für West-Berliner (die DDR sprach immer von
Westberliner) war Einreise in die DDR mit der S-Bahn nur mit besonderer
Genehmigung möglich (umgekehrte Reise nach West-Berlin war
bis zum 13. August 1961 möglich); zwischen 1952 und 1961 war
ohne Schwierigkeiten nur Zugang in den Ostteil von Berlin möglich.
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| 2.1.1954 |
99 fuhr von Linden- Ecke Jerusalemer Straße
bis Bahnhof Lichtenrade
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| Frühjahr 1954 |
Verkehr auf dem Güteraußenring in Lichtenrade
auf Anordnung der sowjetzonalen Reichsbahndirektion eingestellt.
Hier rollten bis zu 20 Güterzüge täglich.
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| 01.02.1957 |
Um 06:03 Uhr fuhr der erste Schnellbus A2 zum Bahnhof
Zoo. Als der erste Wagen am Prinz-Heinrich-Platz (jetzt Erich-Hermann-Platz)
eintraf, stellten sich 10 Pfadfinderjungen mit brennenden Fackeln
vor den Bus und leiteten den Wagen langsam um den Platz zur Haltestellte.
Bezirksbürgermeister Schmitz wünschte dem Unternehmen
guten Erfolg und übereichte dem Fahrer und Schaffner je ein
Buch als Geschenk des Bezirksamtes. Soll 1958 von 1,5 Mill. Fahrgästen
in Anspruch genommen worden sein.
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| 17.10.1958 |
30 Jahre Straßenbahn 99 wurde feierlich begangen
(siehe Abschrift des Artikels im „Der Tempelhofer“ vom
8.11.1958 von Hermann Wundrich „Wir fahren schon 30 Jahre
mit der Straßenbahn nach Lichtenrade“)
zum Artikel
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| 6.3.1961 |
U-Bahn-Bau-Beginn nach Alt-Mariendorf
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| 2.5.1961 |
Straßenbahn 99 fährt nicht mehr bis Hallesches
Tor, sondern nur bis Bahnhof Tempelhof
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| 13.08.1961 |
Stilllegung der S-Bahnstrecke Lichtenrade/Mahlow
(Strecke nach Rangsdorf) durch Mauerbau. S-Bahn fuhr in West-Berlin
nur noch zwischen Lichtenrade und Heiligensee.
Zwischen Mahlow und Rangsdorf gab es einen Inselverkehr mit der
S-Bahn, der nach Verlängerung der Wünsdorfer Vorortbahn
von Rangsdorf nach Mahlow ersetzt wurde. Nachdem dieser ab 1963
nach Schönefeld gelenkt wurde, gab es als Ersatz einen Dieselbetrieb
zwischen Blankenfelde und Mahlow mit dem sogenannten „Blauen
Bock“
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| In der Nacht zum 1.10.1961 |
Straßenbahn 99 nach Bahnhof Lichtenrade/Bahnhof
Tempelhof wird durch Bus A 76/U-Bahn ersetzt. Mit Blumen, Girlanden
und Fahnen fuhr die letzte Bahn in den Straßenbahnhof Tempelhof
zurück.
Beim Abschied der Bahn hatten sich viele Hundert Bürger am
Bahnhof eingefunden. So war die Bahnhofstraße bald von PKW
verstopft. Ein Hupkonzert der Autos setzte ein. Im Straßenbahnhof
wurden Fahrer und Schaffner von Bürgermeister Mürre und
Stadtrat Dümchen mit einem Präsent verabschiedet
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| Ab 1961 |
Die S-Bahn wurde noch von der Deutschen Reichsbahn
(DR) betrieben. Nach dem 2. Weltkrieg behielt die DR der DDR das
Betriebsrecht für das Gesamt-Berliner Streckennetz.

Die S-Bahn wurde Zielscheibe des Unmuts vieler West-Berliner nach
dem Mauerbau. Politiker und Gewerkschaften riefen zum S-Bahn-Boykott
auf mit Parolen wie „Der S-Bahn-Fahrer zahlt den Stacheldraht“
oder „Keinen Pfennig mehr für Ulbricht“. Die Fahrgastzahlen
gingen erheblich zurück.
Der Reichsbahndirektor wendet sich mit Schreiben vom 18.8.1961 an
die Bahnreisenden.

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| 28.3.1966 |
Eröffnung der U 6 nach Alt-Mariendorf; der
Traum einer U-Bahn nach Lichtenrade wurde nicht erfüllt. A
76 führt noch bis U Alt-Mariendorf und der Schnellbus bis zum
Walther-Schreiber-Platz in Steglitz.
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| September 1980 |
Planung (und später Durchsetzung) deutlicher
Einschnitte ins West-Berliner-S-Bahn-Netz und erfolglosen Streik
der Beschäftigten

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| 9.1.1984 |
Übernahme der Betriebsrechte durch die BVG.
Zunächst wurden nur 21 km wieder in Betrieb genommen (u.a.
Linie S 2 Lichtenrade-Anhalter Bahnhof).
In diesem Zusammenhang ist der jahrelang benutzte Abgang vom Bahnsteig
Lichtenrade zur Bahnhofstraße (durch einen Tunnel) geschlossen
worden und es entstand der ebenerdige Zugang. Dieser Tunnel existiert
heute noch (Ein- bzw. Ausgänge waren die jetzigen Fahradhäuschen).
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| 8.8. bis 1.10.1988 |
Einstellung des S-Bahn-Betriebs wegen Wiederaufbau
des zweiten Streckengleises nach Lichtenrade
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| Dezember 1990 |
Der neue Bahnhof Schichauweg wird fertiggestellt

zur größeren Darstellung
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| 15.11.1989 |
Ringlinie E (später 75 dann 275) verbindet,
fast wie ein Schienenersatzverkehr, die Bahnhöfe Lichtenrade,
Mahlow und Blankenfelde
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| 15.10.1990 |
Mit den Baumaßnahmen für die Wiederinbetriebnahme der S-Bahn-
Verbindungen Lichtenrade-Blankenfelde und Frohnau-Hohen Neuendorf wird begonnen
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31.08.1992
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Wiedereröffnung der seit Mauerbau unterbrochenen
S-Bahn-Verbindung zwischen Mahlow und Lichtenrade (nach vorheriger
Stilllegung des „Blauen Bock“ zwischen Mahlow und Blankenfelde
am 16.9.1991). Für diese Gelegenheit wurde ein Button hergestellt (Kosten für 5,7 km bis Blankenfelde 85 Mill. DM)

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| 1995 |
Deutsche Bahn Tochter „S-Bahn Berlin GmbH“
betreibt das Gesamtnetz der
S-Bahn
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| 1997 bis 200x |
Planung der Wiederinbetriebnahme der Dresdner Bahn
(Zwei zusätzliche Gleise zur S-Bahn) mit direkter Verbindung
zum neuen Flughafen in Schönefeld und erbitterte Proteste von
Lichtenrader Bürgern, weil die Bahn eine Tunnellösung
nicht finanzieren will. Der Übergang Wolziger Zeile soll geschlossen
werden.

Die Züge sollen ebenerdig fahren. Die Strecke soll eine Schallschutzmauer
bis zu 4 m Höhe erhalten. Die Straße am S-Bahnhof Lichtenrade
(Bahnhofstraße) soll steile Rampen erhalten, damit der Verkehr
unter der Bahn durchgeführt werden kann
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Infos zum anklicken über Fahrpläne, Liniennetz,
Stadtplan und Umsteigemöglichkeiten:
o Busse: M 11, X 11, M 76, X 76, X 83, 172, 175, 275,
277, 710, 711, 735
o Bundesstraße 96
o Taxi-Halteplätze:
o Alt-Lichtenrade/Ecke Potsdamer Straße
T: 745 34 91
o S-Bahnhof Lichtenrade T: 744 63 43
o Taxiruf:
o 26 10 26/0800 0261026
o 21 01 01/0800 2222255